Stadt- und Kulturfahrt Landau (Pfalz)

 44 kulturinteressierte Albvereinler und Gäste trafen sich am 27.06.2015 bei leicht trüben Wetter am Ehrenmal in Reudern zur diesjährigen Stadt- und Kulturfahrt.

Die Fahrt führte mit dem Bus über die A 8 bis kurz vor Karlsruhe. Da sich, ersichtlich durch Blitze und schwarze Wolken ein Unwetter näherte, entschlossen wir uns nach kurzer Absprache mit unserem Busfahrer Klaus Melchinger, dass wir unser traditionelles Albvereinsvesper vorziehen.Gestärkt fuhren wir weiter auf die A 65 Richtung Landau.Das Wetter verschlechterte sich zunehmend und Regen setzte ein. Der Nieselregen wurde etwas stärker und wir hofften, dass der Wettergott mit uns doch noch etwas Einsicht hat. Als wir Landau erreichten öffnete sich der Himmel und die Sonne kam zum Vorschein.

Nach kurzer Pause auf dem alten Messplatz, kam unsere Stadtführerin Elke zur Begrüßung. Im Schritttempo ging es mit dem Bus los in Richtung Westring und Südring. Die Köpfe flogen von links nach rechts, denn unsere Stadtführerin Elke war nun in Ihrem Element und erzählte so einiges über die einzelnen Gebäude. Von der Ringstraßenarchitektur hin und hergerissen fuhren wir weiter vorbei am Hafenmagazin, das heute als Wohnblock dient, zur Jugendstil – Festhalle oder auch
Ludowici-Festhalle bezeichnet, die von 1905-1907 durch Hermann Goerke erbaut wurde und bis heute noch für Theater, Konzerte und Kongresse genutzt wird.
Von Stadtführerin Elke erfuhren wir auch, dass Landau die größte jüdische Gemeinde in der Pfalz war. Viele namhafte Personen kamen und kommen aus Landau, zum Beispiel: der Gründer Landau’s, Graf Emich IV. von Leiningen – Landeck. Dieser ließ eine in die Ebene vorgelagerte Befestigung als zusätzlichen Schutz für seine Burg Landeck errichten.
Von König Rudolph I. von Habsburg erhielt Landau die Stadtrechte.
Am Großmarkt  endete unsere Stadtführung mit dem Bus.
Zu Fuß erreichten wir, vorbei an der Edith-Stein-Statue, die Augustinerkirche mit ihrem Kreuzgang.
Von dort aus ging es weiter zur Theaterstraße, früher auch Judengasse genannt.
Am Ende der Theaterstraße erreichten wir den Rathausplatz 9 das „Alte Kaufhaus“
Es diente im Mittelalter dem besteuerten Zwischenhandel. Im Erdgeschoss waren die Woll-, Safran- und Fruchtwaagen sowie Eichgerätschaften. Im Obergeschoss war der Städtische Tanzsaal untergebracht. 1995 wurde es zum Kulturzentrum umgebaut.
Einige Schritte weiter erreichten wir den Rathausplatz und hielten vor dem Böckingschen Haus an.
Es wurde um 1790 erbaut und zählt zu einem der ältesten Wohnhäuser Landaus.
Anschließend führte uns unsere Stadtführerin zur Katharinenkapelle in die Kaufhausgasse.
Sie wurde unter anderem als Gefängnis, Wachhaus, Pulvermagazin, Weinkeller und Getreidemagazin genutzt.
Gegenüber der Kapelle befindet sich das Frank- Loebsche Haus.
Sehenswert ist dort die malerische Anlage mit rundumlaufenden Holzgalerien im Innenhof. Im 19. Jahrhundert wohnte dort auch der Urgroßvater von Anne Frank.
Heute befinden sich dort neben einem Gasthaus ständige Ausstellungen zur Geschichte der Landauer Juden und Dokumentationen über Sinti und Roma in der Pfalz.
An dieser Stelle endete unsere zweieinhalbstündige Stadtführung. Wir bedankten uns mit großem Applaus bei unserer Stadtführerin. Sie hätte uns sicherlich noch viel mehr über Landau erzählen können, so groß war ihr Wissen.

Im Anschluss hatte jeder Gelegenheit Landau auf eigene Faust zu erkunden.

Um 13:45 Uhr ging es dann weiter zur Straußenfarm „Mhou“ nach Rülzheim. Ein Stück Afrika in der Pfalz. Es erwartete uns eine interessante Führung vom Straußenei bis zum 180 Kg schweren Strauß.
Im dortigen Lädle konnte jeder anschließend nach Belieben einkaufen oder in der angrenzenden Gartenwirtschaft ein Getränk oder einen Eisbecher genießen.
Pünktlich um 16.30 Uhr ging es ab zu unserer Abendeinkehr in die Krone nach Auenstein.
Nach deftigem Essen, kühlen Getränken und gutem Wein gab es vor der Abfahrt noch einen Verdauungsschnaps und etwas Süßes.
Zügig und ohne Stau ging es über die Autobahn Richtung Heimat.
Der Wanderführer bedankte sich bei allen Teilnehmern für den schönen, gelungenen Tag.
Euer Wanderführer Uwe Feuchter.

Bildernachlese:

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