Schwäbischer Abend 2016

Schwäbische Mundart vom Feinsten

Einen unterhaltsamen Blick in die schwäbische Seele erlebte das Publikum beim schwäbischen Abend des Albereins Reudern. Der Theaterautor und Mundartkabarettist Johann Martin Enderle erzählte in humorvoller Art über die schwäbischen Grundtugenden.

Sein Programm fasste er unter dem Titel „Zurückgeschluckte Sinnlichkeit“ zusammen. Gleich zu Beginn machte er den zahlreichen Gästen klar, dass es hierbei nicht um Remi-Demi und Gaudi ginge. Frei erzählend oder in Gedichtform wurde den Anwesenden stattdessen allerlei Vorder- und Hintergründiges zu den schwäbischen Tugenden vorgetragen.
Dabei streifte er ebenso den „farblosen und scheuen“ VfB (statt furchtlos und treu), wie auch die Feinheiten der schwäbischen Ausdrucksweisen beim Wort „heben“.
Mundart, so Enderle, macht am Ende „g‘sünder und g‘scheiter“.
Bei den Schwaben wäre das Thema Nachhaltigkeit bereits lange Zeit gelebte Wirklichkeit, nämlich beim „wenig ausgäbba, selbr macha ond schona“.
So werden selbst die Schonbezüge der lange angesparten Mercedes-Limousine geschont.
Bei den neuen Medien blicke so mancher nicht mehr durch, weil er „ed woiß, wo er druffdrügga muass“.
Das Publikum genoss den Wortwitz bei seinen Streifzügen durchs Schwabenland, wo selbstverständlich das Thema Essen und Trinken nicht fehlen durfte.
Trotz der kulinarischen Nähe der Schwaben zu den Italienern  mit beider Vorliebe für Teigwaren, arbeitete Enderle feine Unterschiede heraus.
Vertrauensmann Erich Haas bedankte sich anschließend für den unterhaltsamen Abend passend mit einem Fläschchen Täleswein und Teigwaren von der Alb.

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Dieter Adrion alias Johann Martin Enderle

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Die zahlreichen Zuschauer hörten gespannt zu

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Vertrauensmann Erich Haas (links) überreichte zum Dank ein Fläschchen Täleswein und Nudeln von der Alb